Fog-Computing – das Ende der Cloud?

Nicht einmal richtig daran gewöhnt und trotzdem schon wieder Abschied nehmen? Das neue Schlagwort Fog-Computing versucht nur ein Problem zu lösen, das bereits heute viele Unternehmen plagt: die hohen Datenmengen und zu geringe Bandbreiten. Dieses Problem existiert nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Unternehmen, die die Cloud nutzen wollen, benötigen entsprechende Bandbreiten und absolut zuverlässige Internetzugänge. Dabei ist das größte Problem, dass die Datenmengen unaufhörlich steigen und bereits jetzt schätzen viele Experten den geplante Bandbreitenausbau als zu gering ein.

Um aus der Praxis zu plaudern: große Datenmengen sind ein großes Problem, denn z.B. Backups erreichen heute schon Größenordnungen, die bei heutigen Bandbreiten nicht übertragbar sind, zumindest nicht in einem vertretbaren Zeitrahmen. Gleiches gilt für große Datenmengen aller Art, seien es Daten großer Datenbanken oder auch einfache Dateiablagen. Fog-Computing plädiert dafür einen Teil der Rechenleistung, z.B. in Form von intelligenten Routern, vor Ort zu betreiben um das Netzwerk zu entlasten.

Uns erinnert das sehr stark an frühere Systeme in denen zuerst die „Intelligenz“ also die Rechenkapazität auf die Workstation gelegt wurden. Dann plädierte alles zu sog. Thin-Clients, deren Aufgabe lediglich darin bestand eine Verbindung zu Server aufzubauen und dessen Rechenleistung für die Anwendungen zu nutzen.

Letzendlich gilt eine uralte Regel, die es hier zu beherzigen gilt: eine Medaille hat immer zwei Seiten. Was für Unternehmen A gut ist ist pauschal nicht für Unternehmen B auch gut. Es gilt alle Vor- und Nachteile im Detail zu betrachten.

Warten wir ab, was als nächstes kommt…

Alles Gute

Wolfgang Zumdohme

No votes yet.
Please wait...